Es klang, als ob Pavarotti ein Verbrechen begangen hätte. Kurt Malisch schrieb in der NZZ zum 70. Geburtstag: «Er ist sich nicht zu schade, mit seinem stimmlichen Gold Schnulzen und Kitschmusik zu veredeln oder [...] in Fussballarenen aufzutreten.» Warum diese Häme? Zig Millionen haben gerade Pavarottis Aufnahmen mit den Three Tenors gekauft und staunen, wie lange er einen hohen Ton singen kann.
Aber der Flirt mit der Masse hat einigen Sängern die Opernkarriere gekostet. Einen Mario Lanza sog der Unterhaltungsbetrieb genauso auf wie Joseph Schmidt (1904–1942), Ivan Rebroff (1931) oder Andrea Bocelli (1958). Und da gab es noch einen Schnulzensänger, der’s schaffte – einen, dessen ...