Louis XIV., der von 1643 bis 1715 regierte, länger als jeder andere Monarch in der modernen Geschichte, zwei Jahre länger als Elisabeth II., sah sich als Welteneroberer wie Alexander der Grosse und als neuen Apoll, Gott der Künste und Wissenschaften. In der einen Rolle erlitt er Niederlagen und errang Siege, doch anders als bei Napoleon war Frankreich bei seinem Tod grösser als zu Beginn seiner Regentschaft. In der zweiten Rolle folgte Triumph auf Triumph. Louis ist vielleicht der bedeutendste, mit seinen vielseitigen Interessen aber gewiss der einflussreichste Kunstmäzen der Geschichte.
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