Den Pinsel führen wie zum ersten Mal. Das Licht begreifen und die Farben, das Bukett der Erde und das Odeur der Pflanzen. Einen Garten ersinnen, wie keiner ihn je gemalt hat: Beete und Rabatten in Aufruhr versetzt von der südlichen Sonne. Und er, der Künstler, als Seismograf der erschütterten Natur.
Arles 1866, Vincent van Gogh hat Paris hinter sich gelassen. Dort verbot man ihm, auf den Strassen zu malen; dort lähmten ihn die Querelen zwischen den Künstlern. Im Süden Frankreichs scheint alles heller. Und, in Ermangelung von Modellen, beginnt er sich für die Landschaft zu interessieren, für Obstgärten, die Kornernte. Alles scheint jetzt auf einen Strich leichter. Scheint. Denn sch ...