Tobi Preisig heisst der Geiger. Der Geiger, der Violinist, der Fiedler. Das sind nur scheinbar Synonyme, in Wahrheit unterschiedliche Manifestationen im Spiel des scheinbar klassischen Instruments. Tobias Preisig wechselt mit wunderbarer Unbekümmertheit von einer in die andere, in steter Verwandlung, vom schnellfingerigen Konzertviolinisten zum vibrierenden Stehgeiger, zum volksmusikalisch-handfesten Vital-Fiddler, zum fetzigen Jazz-Fiedler und darüber hinaus zum Geräusch- Experimentator, der sich im Flüstern auflöst, in gerade noch ahnbaren Kratzern, hingezupften, hingetupften Pianissimi.
Nicht weniger als die ganze Sozialgeschichte der Violine, der Geige, der Fiedel kommt hier zum Kli ...