Als Globalisierungsturbo, der sich einen gewaltigen Propagandaapparat leistete, hätte der Grosse eigentlich mehr Spuren hinterlassen müssen. Aber nicht eine der zwanzig zeitgenössischen Schriften über ihn blieb erhalten, man kennt sie lediglich aus Zitaten anderer Autoren, die wiederum nur in unvollständigen Handschriften noch späterer Kopisten überliefert sind. Seinen offiziellen Chefschmeichler, Chronisten und persönlichen PR-Berater Kallisthenes traf keine Schuld. Er war sich seiner Verantwortung bewusst: «Alexanders Ruhm hängt von mir und meinem Geschichtswerk ab.» Sein Job war es, den Eroberer zu zeigen, wie er sich sehen wollte: als gottähnliche Gestalt. Den Raubzug durch A ...