Es ist heiss in Brooklyn, sehr heiss, und wer eine Klimaanlage besitzt, dankt es dem stahlblauen Himmel. Jonathan Lethem besitzt keine Klimaanlage, und vom Himmel sieht er in seiner kleinen Dachwohnung nicht allzu viel, weil Büchertürme, die bis unter die Decke reichen, die Sicht nach draussen auf ein Minimum beschränken. Die Bücher, die sich da türmen, sind höchst unterschiedlicher Natur. Es gibt zerfledderte Taschenbücher der Sorte Kioskliteratur, es gibt Raritäten wie eine Erstausgabe von Thomas Pynchons «V.», und es gibt ziemlich alles, was in Buchhandlungen derzeit an neuer und neuster amerikanischer Literatur angeboten wird: Romane und Erzählungen von Don DeLillo bis Bret Ea ...