Der Fussball sei völkerverbindend und ein gesellschaftlicher Integrationsfaktor. Bricht man diese Theorie auf Granit Xhaka herunter, bleibt Interpretationsspielraum. Allein im finalen Gruppenspiel der WM in Katar gegen Serbien leistete sich der dreissigjährige Kapitän der Schweizer Nationalmannschaft einige Aktionen, die wesentlich lauter diskutiert wurden als die drei Tore der Schweizer. Zunächst provozierte Xhaka mit einer obszönen Geste und ein paar nicht druckreifen Worten die serbische Bank, dann streifte er sich das Trikot mit dem Namen «Jashari» über – angeblich um seinen jungen Teamkollegen Ardon Jashari zu würdigen, den er «ins Herz geschlossen» habe.
...