Dass Schriftsteller privat Erfahrungen mit Mördern machen, ist selten. Üblicherweise sitzen sie am Schreibtisch und müssen sich gefährliche Geschichten aus den Fingern saugen. Aber auch etwas gewöhnlichere Charaktere sind nicht immer zur Hand. So wird der amerikanische Schriftsteller Walter Kirn – sein Roman «Up in the Air» wurde 2009 mit George Clooney verfilmt – sofort neugierig, als er hört, dass ein Rockefeller-Spross einen schwerverletzten Jagdhund per Internet adoptiert hat. Kirn erahnt eine exzentrische Persönlichkeit, er riecht Stoff. Als Clark Rockefeller ihm per Fax noch ein selbstkreiertes Hundefutterrezept schickt, das Naturreis, Gemüse, allerlei Fleisch, aber auch ...