Die einen arbeiten schwarz, die andern hinterziehen Steuern, und einzelne Menschen versuchen, sich etwas Fürsorgegeld zu ertrügen – ist dies denn verwerflicher? Seit regelmässig neue Fälle von Sozialhilfemissbrauch zu reden geben, bekommt man immer wieder die Entgegnung zu hören: Und was ist mit den Steuerhinterziehern? Den Staat schädigen die einen wie die andern.
Die rhetorische Wendung tauchte in den Leserbriefspalten der Zeitungen auf, und sie wurde vorgebracht im Zürcher Gemeinderat, als dieser jüngst über die Missbrauchsfälle im Sozialamt debattierte. Walter Schmid, der Präsident der Konferenz für Sozialhilfe, sagte der Basler Zeitung, Missbräuche in der Sozialversicheru ...