Er habe einen «Tsunami» ausgelöst und die Wucht und Höhe der Wellen unterschätzt, sagt Benoît Genecand. Dabei wirkt er entspannt und überlegt. Wir sitzen in «Jack’s Brasserie» beim Berner Hauptbahnhof, später geht es weiter mit der Sondersession. Genecand, 53, grossgewachsen und schlank, mit schwarzer Hornbrille, bestellt ein Entrecôte mit Pommes frites. Dem Klischee vom alkoholseligen Romand, der schon zu Mittag lieber Wein als Wasser trinkt, entspricht er nicht. Auch sonst weicht er von gängigen Vorstellungen ab. In der FDP-Fraktion im Bundeshaus musste der Ex-UBS-Banker, der fast zwei Jahrzehnte bei der Grossbank gearbeitet und von 2002 bis 2007 die regionale Niederlassung i ...