Gemeinhin stellen wir uns vor, unser Verhalten sei im Grossen und Ganzen bewusst gesteuert, rational und pragmatisch. Dem Unbewussten räumen wir höchstens die Rolle eines Störenfrieds ein, der unser normales, adäquates Handeln manchmal verunreinigt mit irrationalem oder neurotischem Verhalten, um das sich dann ein Psychologe kümmert. Im Gefolge der modernen Hirnforschung hat sich die Perspektive nun allerdings umgekehrt: Der weitaus grösste Teil unseres Lebens läuft jenseits unserer Kontrolle und unseres Wissens ab. Und das ist gut so.
Freud hatte also recht, wenn er seine Psychoanalyse ganz auf unbewusste Vorgänge ausrichtete. Aber er hatte unrecht, indem er dieses Unbewusste pathol ...