Manchmal ist weniger mehr. Als gebürtigem Thurgauer fiel mir das zuerst beim Riesling · Sylvaner auf, dem Müller-Thurgau, zu einem Zeitpunkt, als mir jugendlichem Spund Finessen beim Wein sonst noch herzlich egal waren. Das merkte ich allerdings bald: dass die Sorte in sonnigen Lagen (nur schon am Bielersee) leicht eine zu penetrante Aromatik (bös gesagt: in der Nähe eines Rasierwassers) entwickeln konnte. Ich lernte: Die Riesling · Sylvaner, die ich mochte, wachsen in nichtprivilegierten Lagen; nicht gerade an schattigen, aber gewiss nicht an südexponierten Hängen. Sie zu spät zu ernten, kann so fatal sein wie eine zu frühe Lese.
Nun ist die Viognier, um 1970 aus den fran ...