Die Welt ist welk geworden. Die Farben blass und matt. Der Himmel ist ein loses Zelt, leer und ohne Leben. Auf müde gespannten Fäden spielt der Wind sein Lied.
Das Tableau des kanadischen Fotografen Jeff Wall erzählt eine alte Wahrheit neu. Es ist die Geschichte der unbehausten Existenz, der Mensch als Wanderer, schutzlos und allein. Die Allegorie erinnert an die pastorale Landschaftsmalerei von Tizian, doch Wall inszeniert kein Idyll, sondern versehrte Natur.
Die Erde hier ist aufgewühlt, aufgerissen, ausgemessen und ausgehungert. Nichts ist heil mehr und nichts heiter, nichts hält, was es verspricht - auf dem Kopf nicht und nicht in der Hand. Denn es gib da etwas, ausserhalb des Bilde ...