Mit 84 Jahren meldet sich der schon fast totgeglaubte Autokrat zurück als Elder Statesman. Die Verfolgung von Homosexuellen und die Stationierung sowjetischer Atomraketen sei ein Fehler gewesen, lässt Fidel Castro verlauten. Gegenüber zwei US-Journalisten soll er das kubanische Modell gar für gescheitert erklärt haben. Kaum hatte die Meldung den Erdball umkreist, dementierte Castro wohlgelaunt: Er sei falsch verstanden worden. Das ist gut möglich. Seine wirren Reden erinnerten schon immer an italienische Arien: Sie klingen gut, sind unendlich lang und von beliebigem Wortlaut. Ein Diktator ist keine Rechenschaft schuldig, er ändert seine Meinung, wann es ihm beliebt. Das gehört zu sei ...