Am 14. September 2011, einem Mittwoch, flog der grosse Schwindel auf. An diesem Tag verliess Kweku Adoboli, der ghanaische Investmentbanker im Solde der UBS, frühzeitig sein schickes Apartment im Londoner Stadtteil Whitechapel, und er ahnte wohl schon, dass er am Abgrund stand. Anders als gewöhnlich suchte der gläubige Christ die katholische Marienkirche auf, senkte das Haupt und betete. Erst danach begab er sich an seinen Arbeitsplatz an der Finsbury Avenue im Londoner Finanzdistrikt, wo er zusammen mit drei Kollegen am Delta-One-Desk, dem Handelstisch für börsennotierte Aktienbündel, seinem Tagewerk als Trader nachging. Seit Wochen schon war ihm ein firmeninterner Revisor au ...