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Ulrich Schlüer, eben 70 geworden, ist das Urgestein der Zürcher SVP, Lieblingsfeindbild der Journalisten, dabei einer der meistunterschätzten Schweizer Politiker. Schlüer hat Tiefgang und Substanz. Warum nur gelingt es ihm nicht, seine Kritiker endlich davon zu überzeugen?
Ulrich Schlüer, da ist dieser Name, der rotgraue Haarkranz, der entschlossene Schädel, dann die Stimme, unbarmherzig sägend, schnarrend, schmallippige Reizfigur in politischen Talk­runden, unzweifelhaft intelligent, aber selbst Freunde werden nicht richtig warm mit ihm. Lieblingsfeindbild der Journalisten. Persönlicher Eindruck bei einem Abendessen kürzlich: Seine Gegner verlieren die Contenance, sobald das Gespräch auf ihn kommt, sie krümmen und verrenken sich, ihre Abneigung hat fast etwas Körperliches, daher Übertriebenes. Da schwingt mehr mit als bloss intellektuelle Kritik an einer als falsch empfundenen ­Position. Was ist es? Empfindsame Gemüter schrecken auf, wenn Schlüer ...
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