Am 26. September 2002 begann für den Kanadier Maher Arar ein Alptraum. Als er am JFK-Airport in New York seinen Pass zeigte, nahmen ihn die amerikanischen Einwanderungsbehörden zur Seite. Seinen Anschlussflug nach Montreal werde er wohl verpassen, beschieden sie ihm kühl, um danach zur Sache zu kommen. «Wie stehen Sie zu Osama Bin Laden? Wie zu Saddam Hussein und Jassir Arafat? In welchen Moscheen beten Sie? Wie viel verdienen Sie?» Stundenlang dauerte das Verhör. Er wurde angeschrien, geschlagen, gedemütigt – warum allerdings, blieb ihm zunächst schleierhaft.
Erst allmählich dämmerte es dem in Syrien geborenen Arar: Die flüchtige Bekanntschaft mit einem Mann, den die US-Behörd ...