Als ich sechs Jahre alt war, begann mein Vater, im Keller Hülsenfrüchte und Corned Beef in Dosen zu horten. Er sortierte Batterien in Schubladen, prüfte Taschenlampen und liess das Radiogerät knistern, aus dem seltsame Stimmen von einer Kubakrise kündeten. Er zeigte mir einen kleinen Karbidkocher, mit dem er schon in Rommels Afrika-Feldzug seine Suppe erhitzt hatte. «Man konnte sie aber tagsüber auch auf den Panzer stellen», sagte er.Krieg, das war damals Geborgenheit im Keller. War Landserheftchen und Spielen mit nach Plastik duftenden Minipanzern. Wohnzimmer, an deren Wänden alte Uhren tickten und seltsame Fahnen und Ölgemälde feuernder Schiffe hingen. Krieg war ein Abenteuer au ...