Vor zwanzig Jahren, als der Grenzübertritt von West nach Ost, anders als heute, noch etwas Beklemmendes hatte, fuhr ich mit dem Zug von Helsinki nach Leningrad. Je näher wir der Grenze kamen, desto spärlicher wurden die sauberen finnischen Landstrassen und Häuser, schliesslich verschwanden sie ganz, und wenig später tauchten die ersten Zeichen sowjetischen Verfalls auf. Eine schlammzerfurchte Strasse, durchnässte Propagandalosungen an einer Baracke, ein Betrunkener, der in einer Pfütze herumstapfte, und dann erreichten wir die Grenzstadt Vyborg, wo der Zug mit einem Ruck hielt. Die Heizung gab röchelnd ihren Geist auf. Drei junge Uniformierte stiegen ein, kontrollierten Pässe und V ...