Wenige Wochen nachdem Fidel Castro am 1. Januar 1959 die Macht in Kuba errungen hat, betritt der Architekt Nicolás Quintana die kubanische Zentralbank. Er will mit dem soeben ernannten Bankenchef Pläne für ein neues Gebäude besprechen. Der Chef sitzt ohne Schuhe in seinem Büro, aus den löchrigen Socken schauen die Zehen heraus. «Sind Sie ein Bourgeois?», fragt er den Besucher. «Ich bin nicht nur ein Bourgeois, ich bin sogar ein Grossbourgeois», antwortet Quintana. Sein Gesprächspartner lacht und lobt die ehrliche Antwort. Kurz zuvor ist ein Freund des Architekten standrechtlich erschossen worden, weil er antikommunistische Flugblätter verteilt hat. Als sich Quintana über die Ers ...