Im Frühling 2006, genau zehn Jahre nachdem er erstmals zum Ministerpräsidenten Italiens gewählt wurde, zielt der parteilose Romano Prodi, 66, erneut auf das höchste Regierungsamt. Der Mann, den es bei den kommenden Wahlen zu schlagen gilt, ist der gleiche wie damals: Silvio Berlusconi. Dieser unterlag 1996 zwar dem renommierten Wirtschaftsprofessor aus Bologna, schaffte 2001 aber gegen einen anderen Spitzenkandidaten der Linken (Prodi war inzwischen zum EU-Kommissions-Präsidenten berufen worden) eine eindrückliche Revanche: Seither ist Italiens reichster Mann im Amt. Nie vor ihm ist es einem Premier in der Geschichte des Nachkriegsitalien gelungen, eine ganze Legislaturperiode zu über ...