Mit erhobenem Zeigefinger stand er stets im Brennpunkt, wo er donnerte und blitzte. «Ich schreie nicht, ich rede nur laut», meinte Richard Paul Lohse zu seinen öffentlichen Auftritten. Sie waren zahlreich, und manchmal sogar wirksam. Jean-Christophe Ammann vom Museum für moderne Kunst in Frankfurt belehrte er durch heftiges Schütteln über Mondrian, den Ausstellungsmacher Harry Szeemann zog er an den Ohren und bezichtigte ihn des Obskurantismus, dem amerikanischen Minimalisten Don Judd warf er bildnerische Inkonsequenz vor, und Frankreichs Kulturminister Jack Lang empfahl er dringend eine Restaurierung des kunsthistorisch wichtigen Aubette-Gebäudes in Strassburg.
Richard Paul Lohse (RP ...