Der Kanton Freiburg ist, politisch betrachtet, ein kleineres Gebilde, das sieben National- und zwei Ständeräte ins nahe Bern entsendet. Wenn nun gleich drei der Deputierten parallel nach dem höchsten Amt im Lande streben, dann wird es eng, unbehaglich, ja böse zwischen Tafers, Belfaux und Bulle. So stürzt der gemütliche Unternehmer und SVP-Abgeordnete Jean-François Rime, weil er mit seiner Partei ernsthaft die Absicht verfolgt, Bundesrat zu werden, die Freiburger Politikerclique in grösste Nervosität. SP-Präsident Christian Levrat, ebenfalls ein Fribourgeois, wertete Rimes Kandidatur umgehend zum Scheinmanöver ab mit einer tragischen Figur: «Er opfert sich nur für seine Partei.� ...