Schon klar, der Teufel hockt im Detail. In der Bodenkunde zählt das Kleinteilige. Dennoch: Zuweilen hat die Grenzziehung zwischen Appellationen mehr mit Lokalgeschichte als mit Pedologie zu tun, und der Ortsunkundige fragt sich, was nun einen Bordeaux supérieur aus Lugon von einem unweit daneben gewachsenen Fronsac von einem noch renommierteren Canon Fronsac, erst recht von einem Gewächs des auch nicht weit entfernten Pomerol unterscheidet? Einen Château La Conseillante (billigstes Angebot für den 2009er in der Schweiz: Fr. 232.10) von einem Château Le Conseiller (2009 bei Gazzar: Fr. 21.06)? Dem Pomerol-Freak stehen ob der Vulgarität eines solchen Vergleichs natürlich die Haar ...