Tim Berne, Chris Speed, Reid Anderson, Dave King: Broken Shadows. Intakt CD 362
Nicht dass die Musik des Quartetts, das sich nach einem Titel von Ornette Coleman Broken Shadows nennt, Erklärungen nötig hätte. In seiner expressiven – in früheren Zeiten hätte man gesagt: zu Herzen gehenden –, enthusiastischen Lebensfreude (und gelegentlich Lebenstrauer) kommt dieser Jazz der starken Gefühle ohne Übersetzung aus. Aber selten habe ich liner notes gelesen, die sich so sehr auf dem Niveau der Musik bewegen, mit der sie sich beschäftigen. Sie stammen von Branford Marsalis, dem Tenorsaxofonisten, der in ihnen das Album seiner Kollegen sowohl ...