Fast jeder erwachsene Mensch hat seine Elvis-Geschichte. Hier die meine. Ich bin mit den Beatles, den Stones und Bob Dylan aufgewachsen, Ende der Sechziger galt Elvis als zu schmalzig und unhip. Er ging an uns Jungen vorbei wie ein lauer Frühlingswind. Man wollte ungebremst losrocken und die Alten erschrecken. Das ging nicht mit «Love Me Tender» und «Teddy Bear». Zu viel Vaseline! Wir verstanden sowieso nicht, was die ganze Hysterie um diesen übergewichtigen Mann in seinen komischen Glitterpyjamas sollte. Das konnte doch nicht die Zukunft des Rock ’n’ Rolls sein? Was ich damals im jugendlichen Übermut nicht erkannte, war, dass es in der Musik um viel mehr ging als um diese Äusser ...