Die jüngste Irak-Resolution (Nr. 5011) des Uno-Sicherheitsrats erweckt den Eindruck, in der Welt habe noch selten so grosse Harmonie geherrscht wie heute. Alle Staaten wollen helfen, ein zerstörtes Land wiederaufzubauen und eine frühere Schreckensherrschaft in eine Musterdemokratie umzuwandeln.
Nun ist die Uno aber gemäss ihrer Satzung in erster Linie als Instrument zur kollektiven Sicherung des Weltfriedens gegründet worden. Grundlage dafür ist der Gewaltverzicht. Jedes Uno-Mitglied verzichtet darauf, allein oder in Verbindung mit anderen Staaten, also auch beliebigen Koalitionen, Krieg zu führen. Dieses Kriegsverbot ist von jeher der harte Kern der Uno. Es kennt nur eine Ausnahme: W ...