Noch ist das Jahr nicht um, doch bereits steht fest: 2006 markiert die Renaissance der Taliban. Die Gotteskrieger, nach dem 11. September 2001 vermeintlich vernichtend geschlagen, sind zurück. Ihre Anschläge haben frappant zugenommen. Ihre Taktik wird zusehends brutaler. Selbstmordattentate, Strassenbomben und Enthauptungen zwingen die Nato-Streitkräfte in die Defensive. «Das Problem sind die Taliban-Kader», sagte der Befehlshaber der britischen Truppen in Afghanistan dieser Tage. «Der harte Kern muss eliminiert werden, sonst hat der Friede keine Chance.»
Die Weltwoche hat ein Mitglied dieses harten Kerns getroffen. Im Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan hat uns Mullah Sabir ...