Es gibt Gipfeltreffen, deren Affiche so prestigebeladen ist, dass das Resultat nur enttäuschen kann. Manchmal ergeben zwei Superlative nicht einen dritten, sie beschädigen sich gegenseitig, und am Ende stehen zwei Paradiesvögel in der Landschaft wie gerupfte Mistkratzer. Dieses hätte ein solches sein können, aber gemach. Louis Armstrong, der King, Ella Fitzgerald, die First Lady of Jazz, waren beide zu dem Zeitpunkt, als der Impresario Norman Granz sie für sein Plattenlabel Verve ins Studio holte, längst Popstars weit über ihr angestammtes Herrschaftsgebiet hinaus. Beide waren sie das Gegenteil von dem, was im Jazz jener Jahre schon fast die Regel war, das Gegenteil der vielen tragis ...