Sieben Kinder ohne Mutter, und das nur, weil eine Chefärztin die Hinweise ihrer Mitarbeiter ignorierte und an einer Fehldiagnose festhielt – dieses Drama, das sich im Spital Wil abspielte und dank den Recherchen der Weltwoche (Nr. 33/12) bekanntwurde, warf in der Ostschweiz hohe Wellen. Die Anteilnahme für die betroffene Familie Stähelin* ist gross.
Doch im Lauf der letzten Woche trat die Âmedizinische Tragödie in den Hintergrund. Nicht mehr das Drama um die tote Mutter stand im Fokus des öffentlichen Interesses, sondern die Frage, wie die Verantwortlichen damit umgehen. Der Fall Cécile Leimgruber – so heisst die verurteilte Gynäkologin – entwickelte sich zu einem Fall Heidi ...