Mustafa Krim macht sich wenig Hoffnung. Er hat zwar nach dem jüngsten Brandanschlag auf seine Kirche im algerischen Tizi Ouzou Anzeige erstattet. Aber die Behörden werden den Fall nicht untersuchen, das weiss der Pastor aus Erfahrung. Denn mit den Islamisten, den mutmasslichen Tätern, wollen sich weder die Justiz noch die Politik anlegen.
Die Kirche von Tizi Ouzou, einem Ort, wo al-Qaida stark ist, ist kein Einzelfall. 200 bis 300 Millionen Christen werden weltweit als Minderheit diskriminiert und verfolgt, schätzt Majed al-Shafie, der aus Ägypten nach Kanada flüchten musste, weil er vom Islam zum Christentum übergetreten war. Achtzig Prozent der Hetze gegen Andersgläubige finde in ...