Der Titel dieser CD verleitet zu weitschweifenden Assoziationen, wie alle Titel von Louis Sclavis, dem 56-jährigen französischen Klarinettisten und Saxofonisten. Sclavis ist eine Art Luftgeist in der Art von Shakespeares Ariel, kaum glaubt man ihn zu fassen, ist er anderswo: ein Intellektueller mit ausgelasse-ner Spielfreude, bewandert in der neuen sogenannten E-Musik (Boulez, Berio), im Jazz seit den Urgründen (seine frühe Bewunderung galt dem New-Orleans-Urgestein Sidney Bechet) und in dem, was platt Weltmusik, raffinierter folklore imaginaire heisst: Sclavis war eine treibende Kraft in der «Association à la recherche d’un folklore imaginaire» (ARFI) in seiner Heimatstadt Lyon.
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