Herr Weber, haken wir das Unangenehme gleich am Anfang ab: Wie ist es möglich, dass eine UBS, diese frühere Inkarnation der Solidität, bei den Libor-Fälschungen ganz vorne mitmischte?
Zunächst: Es betrifft die ganze Branche und nicht nur die UBS und die englische Barclays, die als Erste einen Vergleich erzielt haben. Als früherer Aufseher habe ich mich nie der Illusion hingegeben, dass ein Wechsel in die Finanzindustrie nicht Aufräumarbeiten und Vergangenheitsbewältigung mit sich bringt. Das Fehlverhalten der Mitarbeiter, das zutage gefördert wurde, entspricht in keinster Weise den ethischen Anforderungen, die in der Schweiz, die in einer UBS erwartet werden. Sergio Ermotti und ...