Die Zeiten ändern sich. Früher handelte die Schweizer Linke, als sie das Humormonopol im politischen Betrieb noch auf sicher hatte, nach der urliberalen Dada-Maxime: «Macht aus dem Staat Gurkensalat.» Man lief Amok gegen heilige Kühe der Traditionsschweiz, durchlüftete kulturell das Land und brachte dem bürgerlichen Establishment derartige Zerrüttungen bei, dass sich selbst deklarierte «Bonzenparteien» wie der Freisinn oder die erzkonservative CVP ausgebrannt nach links verschoben.
Die SP predigte die Ökonomie des Nullwachstums aus Sorge um die Umwelt. Man probte die kollektive Bewältigung von Lebenslasten nach dem WG-Modell, das sich bereits in der studentischen Praxis als untau ...