Die Exposition gehört zum Verrücktesten und Bösesten, was je auf der Leinwand zu sehen war: Aus subjektiver Perspektive wird die maschinelle Fertigung einer Patrone gezeigt. Doch damit nicht genug; danach folgt die Verpackung, Verladung und Verschiffung, bis in die internationale Krisenregion, wo sie in den Lauf eines Maschinengewehrs geschoben wird und in der Stirn eines Kindes landet. So rabiat und radikal wurde noch nie ein Thema in wenigen Minuten schlüssig definiert.
«Lord of War» heisst die zynische Polit-Satire von Andrew Niccol («Gattaca»), die neben «Jarhead» und «Syriana» am schärfsten Kritik übt, diesmal am internationalen Waffenhandel. Dass Hollywood das durchgehen ...