Eduardo Galeano, der Superstar der linken Historiker Lateinamerikas, deutete die Geschichte seiner Heimat als Kette von Irrtümern. Es begann mit Christoph Kolumbus, der die heutige Dominikanische Republik für Japan hielt und in der Überzeugung starb, den Weg nach Indien entdeckt zu haben. Tatsächlich ist die Geschichte des Subkontinentes reich an oft grotesken Trugschlüssen. Die kubanische Revolution ist ein Beispiel dafür.
1959 stürzten Fidel Castro und seine Guerilleros das von Sozialisten und Gewerkschaften gestützte Batista-Regime mit dem Versprechen, Kuba zur Demokratie zurückzuführen. Erst zwei Jahre später dekretierte Castro den marxistischen Charakter seines Regimes. Es wa ...