In den frühen Siebzigern wollten wir alle so sein wie er. Überall dort, wo Jungs glaubten, sie könnten ihren Aufstieg zum Quartierhelden beschleunigen, indem sie etwas Tollkühnes anstellten, war er das Mass aller Dinge. Man sattelte das Mini-Velo, setzte einen verwegenen Blick auf und raste mit Kampfschrei «IIIIIWEL KNIEEEWEL» die nächste Grasböschung hinunter.
Evel Knievel, so war sein Name. Er stammte aus Butte, einem Nest im US-Staat Montana. Er war alles, wovon wir träumten: Spitzensportler, Abenteurer, Draufgänger. Mit halsbrecherischen Motorrad-Stunts hatte Knievel schon als Jugendlicher für Furore gesorgt. Weltberühmt wurde er mit seinem Sprung über die Fontäne vor dem ...