Hans Erni sitzt im Atelier seines Hauses über Luzern und arbeitet. Bis zwei Uhr morgens wenn möglich, wie jeden Tag, wie jede Nacht. Denn er brennt für eine grosse Sache. Keine Zeit, den Pilatus zu bestaunen, keine Zeit, die Privilegien zu geniessen, den Lebensabend in einem Anwesen, das von seinem Freund Le Corbusier entworfen und eingerichtet sein könnte. Doch auf Nachfrage wird man eines Besseren belehrt: Der Besitzer selber ist Urheber des architektonischen Bijous.
Erni arbeitet an einem Auftrag der Uno für den Hauptsitz in Genf, ein gigantisches Wandbild für das Eingangsportal, das die Tätigkeit der Vereinten Nationen anschaulich machen soll. Für die Uno hat er bereits zahlreic ...