Ich hätte meinen Sohn und meine Enkel lieber in Frankreich begraben»: Der nette ältere Herr, der mich vor zwei Jahren am Bahnhof von Versailles abholte, war ein gebrochener Mann. Zehn Jahre lang hatten die Franzosen den Ingenieur im Ruhestand kaum zur Kenntnis genommen. Samuel Sandler war in der öffentlichen Wahrnehmung so wenig präsent wie die Toten, die zwei Tage nach dem Attentat auf Charlie Hebdo im jüdischen Supermarkt hingerichtet wurden. Das Land solidarisierte sich mit den Journalisten als Opfer des Islamismus. Als Helden der Meinungsfreiheit und Märtyrer des Laizismus wurden sie geehrt: «Je suis Charlie.»
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