Dino Saluzzi: Albores. ECM 2638
Die Sehnsucht ist ein mächtiger Sog, das Gefälle zwischen dem, was ist, und dem, was sein sollte; zwischen der Gegenwart und einer zurückgeträumten Vergangenheit oder erhofften Zukunft. «Das ist die Sehnsucht: wohnen im Gewoge / und keine Heimat haben in der Zeit», heisst es, nicht ohne Pathos, beim jungen Rilke. Der Traum vom Abwesenden, die Sehnsucht, hat vielleicht mehr grosse Kunst geboren als das Gegenteil, der Traum vom erfüllten Augenblick.
Der Magier und sein Instrument
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