Mit fünfzig Mars-Riegeln und einer Familienpackung Lipton-Teebeutel im Gepäck reiste Tony Benn vergangene Woche nach Bagdad. Nach zwei Tagen der Ungewissheit war es so weit: Der 77-jährige ehemalige Labour-Abgeordnete wurde von Saddam Hussein in einem der Präsidentenpaläste zum Interview empfangen – als erster westlicher Ausländer seit zwölf Jahren.
Charme, Hartnäckigkeit und die richtige Gesinnung bildeten die Grundlage für diesen Scoop, von dem Journalisten auf der ganzen Welt geträumt haben. Der Verlust seines älteren Bruders im Zweiten Weltkrieg hatte aus dem Piloten der Royal Air Force einen überzeugten Pazifisten gemacht. 1950 schloss sich Benn der Labour Party an, für ...