Als mir ein Kollege vor einigen Jahren die ÂErinnerungen von Felix Somary empfahl, Âreagierte ich mit grosser Zurückhaltung. Zu oft hatte ich die Erfahrung gemacht, dass die Memoirenliteratur nur der Beschönigung der eigenen Leistung und nicht der historischen Wahrheit dient. Zudem hatte ich den Namen Somary noch nie gehört. Es sollte aber ganz anders kommen. Selten habe ich eine Autobiografie so gern gelesen und mit Erfolg weiterempfohlen wie diese. Obwohl vor mehr als fünfzig Jahren geschrieben, haben Felix Somarys «Erinnerungen aus meinem Leben» nach wie vor eine ungewöhnlich starke Wirkung. Was macht sein Buch so lesenswert? Warum lohnt es sich, seine Erinnerungen wieder einem b ...