Die katholische Kirche sucht ein neues Oberhaupt. Die Fussballgemeinde hat eines, das sie am liebsten einbalsamieren würde: José Mourinho, Trainer von Chelsea London, der einmal über sich sagte: «Erst kommt Gott, und danach komme ich.»
Das war zwar ironisch gemeint, doch solche Details gehen im gegenwärtigen Kreuzzug gegen den Antichrist unter. Lieber bezeichnet man ihn als «Feind des Fussballs» (Uefa-Schiedsrichter-Boss Volker Roth), «Giftmischer» (FAZ) oder als «Mann, dessen Ego völlig ausser Kontrolle gerät» (Sun). Härter ist nur noch das Urteil von Ottmar Hitzfeld, sein Berufskollege sei «kein Sportsmann». Wenn sich selbst der Gralshüter der Besonnenheit zu einer solche ...