Nicht allzu lange her ist es, als Europa neidisch auf die Vereinigten Staaten starrte. Amerika hatte es – wieder einmal! – «besser», raste, getragen von typisch amerikanischem Optimismus, in das Cyber-Zeitalter und schaute manchmal mitleidig über den Atlantik, wo die Europäer der Zukunft hinterherhechelten.
Beflügelt von Begeisterungsfähigkeit und mit landesüblicher Selbstbeklatschung schien Amerika Grenzen nur wahrzunehmen, um sie zu überwinden. Weshalb der amerikanische Koloss in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre eine prächtige Ansicht bot: ein Dynamo voller Zukunftsglaube und Selbstvertrauen, ein surrendes Labor für übermorgen. Nicht einmal drei Jahre sind vergangen ...