Als Tom Wolfe («Fegefeuer der Eitelkeiten») vor Jahren Berlin besuchte, fragte er verwundert, warum es keinen deutschen Roman über die geteilte Stadt Berlin gebe. Die Mauer hätte doch das Zeug zum Stoff der Moderne schlechthin. Mauern, Wälle, Gräben, Zäune, die in zahlreichen Ländern errichtet werden, werden zum Ausdruck der Angst vor Zerfall, Unterwanderung, Terrorismus. Fast liesse sich von einer Ausgrenzungsindustrie sprechen, die den menschlichen Faktor zersetzt. Also eine prima Vorlage für zwischenmenschliche Konflikte. Dem gebürtigen Palästinenser Hany Abu-Assad («Paradise Now») ist das in seinem mit palästinensischem Geld finanzierten Spielfilm beeindruckend gelungen.
Om ...