Als Einziger unter den Lebenden darf Rupert Murdoch von sich behaupten, er habe als Vorbild für den Bösewicht in einem James-Bond-Streifen gedient («Tomorrow never dies»). Die zweifelhafte Ehre ist verdient: Der australoamerikanische Medientycoon (ihm gehören unter anderem der britische Fernsehsender BSkyB, der asiatische Sender Star Television sowie die Tageszeitungen Sun, Times, New York Post) gilt als rabiat, rücksichtslos und rachsüchtig.
Seit Jahren ringen seine Kritiker um die treffendsten Attribute, um diesen Fleisch gewordenen Willen zur medialen Macht angemessen zu beschreiben. Die Auswahl ist breit, reicht vom oft verwendeten, gewunden bewundernden «König Rupert» bis zum ...