Sie hat, herzliche Gratulation, den Nobelpreis für Literatur erhalten, und jetzt geschieht mit Elfriede Jelinek, was sie ganz sicher nie gewollt hat. Sie wird durch die gewaltigste Aufmerksamkeitsmaschine gedreht, über die der Literaturbetrieb verfügt. Die Autorin, ihre Vita, ihre Vorlieben, Ängste, Überzeugungen. Das Werk, seine Haltbarkeit, Interpretationen, Wurzeln. Und natürlich die Frage, was das alles bedeuten soll. Wem der Erfolg gehört. Warum der Erfolg überhaupt stattfand oder: ob der Erfolg überhaupt ein Erfolg ist.
Das Erste, was Elfriede Jelinek verlauten liess, nachdem sie die Schwedische Akademie mit der frohen Botschaft überrascht hatte, war: Ich bin verzweifelt. Das ...