Der mit sich selbst tanzt
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Die Weltwoche

Der mit sich selbst tanzt
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Tom Wolfe

Der mit sich selbst tanzt

Tom Wolfe kann über vieles hinwegsehen – aber nicht lange. Dann tritt der 74-jährige Schriftsteller Miss Liberty vors Knie. Wie jetzt wieder: In seinem dritten Roman geht es um Studenten, also um die geistige Elite Amerikas. Kollegen werden wie immer aufschreien, Fans mit ihm heulen.
Ein gutaussehender junger Mann steht vor dem Spiegel einer öffentlichen Toilette und gefällt sich. Er begutachtet sorgfältig das Weiss seiner makellosen Zähne. Lässt, wwwoooowww, den Trizeps spielen. Spürt beim Anblick des eigenen Spiegelbilds eine warme Welle der Zuneigung vom Solarplexus abwärts fluten. Im oberen Stock des Veranstaltungsgebäudes der Eliteuniversität Dupont spielt eine angesagte Band. Der junge Mann hat zahlreiche Biere intus und geniesst die Wirkung des Alkohols. Die Girls gefallen ihm, er gefällt den Girls. Die Musik. Mehr Girls. Noch mehr Bier. Dupont. Die Zukunft. Diese unüberbietbare Zukunft. Aber Achtung. Dem jungen Mann wird auf den nächsten Seiten zweife ...
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