Wir sind im Max-Planck-Institut in München verabredet. Hans-Peter Dürr kommt im Eilschritt, er habe noch nichts gegessen, ob wir nicht mit ihm in die Mensa kommen wollten. Kaum haben wir uns gesetzt, ergiesst sich ein zweieinhalbstündiger Wortstrom über uns. Während wir noch die Aufnahmegeräte hervorkramen, analysiert Dürr die Weltlage, und als er von der Flädlisuppe zum Fleischkäse wechselt, ist er schon tief in die Quantentheorie eingetaucht.
Dürr ist ein Mitreisser; kaum ein Thema, das er nicht in seinen Kosmos einzuordnen vermag. Manches mag esoterisch klingen, aber er steht auf solider Grundlage. 1929 geboren, hat Dürr nach dem Krieg in Stuttgart Physik studiert und danach mi ...