Bevor Karl Lagerfeld öffentlich auch nur ein Wort verliert, muss man sich seine Audienz verdienen: Die Mesdames et Messieurs in seinem Pariser Unternehmen «Lagerfeld Gallery» verstehen es meisterhaft, den 64-Jährigen wort- und fintenreich abzuschirmen. Lagerfeld selbst will es so. Zeit sei für ihn zur Produktion da, sagt er – und sieht man auf seine Vita, ist man geneigt, ihm Recht zu geben. Den gebürtigen Hamburger und Sohn eines Kaffeerahm-Produzenten zog es als 15-Jährigen nach Paris, wo er das Lycée Montaigne besuchte. Bereits als 17-Jähriger gewann er mit der Zeichnung eines wallenden Mantels den «Wettbewerb des Internationalen Wollsekretariats». Er bekam einen Job als � ...